Eine schleichende Verschiebung
Noch vor zwei Jahren war Google die selbstverständliche erste Anlaufstelle für jede Recherche. Heute öffnen Millionen Nutzer zuerst ChatGPT, Gemini oder Claude. Sie tippen ganze Sätze, oft mit Kontext: „Ich bin Solo-Selbstständige in München, GmbH-Gründung steht an, welche Steuerberater mit Erfahrung in Online-Business gibt es?"
Das ist kein Trend mehr. Das ist die neue Normalität.
Was Gartner und Co. sagen
Analysten wie Gartner schätzen, dass bis 2027 rund 40 Prozent aller Suchanfragen über generative KI laufen werden. Wer in diesen Anfragen nicht auftaucht, verliert Reichweite, die er bei Google immer hatte.
Die Studie von Airops und ähnlichen Anbietern zeigt, dass die meisten Marken aktuell in zwei von drei KI-Antworten zu ihrer Branche gar nicht erscheinen. Das ist eine massive Sichtbarkeits-Lücke.
Was bleibt, was geht
Google wird nicht verschwinden. Aber die Rolle ändert sich. Google wird zunehmend zum „Verifier": Nutzer fragen ChatGPT nach einer Empfehlung und googeln dann den Namen, um die Website zu finden.
Wer aus der ersten Antwort fehlt, kommt zur zweiten Recherche gar nicht erst. Das ist der ganze Mechanismus.
Konsequenz für deine Marke
Drei einfache Fragen, die du dir stellen solltest:
- Wenn jemand ChatGPT nach meiner Branche und Region fragt, taucht meine Marke auf?
- Wenn jemand nach meinem konkreten Spezialthema fragt, werde ich genannt?
- Wenn ja, wird der Marken-Name korrekt geschrieben und mit dem richtigen Angebot verknüpft?
Die meisten Antworten auf diese Fragen sind aktuell ernüchternd. Aber das ist eher gute Nachricht als schlechte: Wer jetzt anfängt, hat einen massiven Vorsprung.