Die Idee in 30 Sekunden
llms.txt liegt im Root deiner Domain, also auf deinedomain.de/llms.txt. Es ist eine Markdown-Datei, in der du den KI-Modellen sagst: „Das hier sind meine wichtigsten Inhalte, in dieser Reihenfolge."
Die Idee stammt aus einem Vorschlag von Jeremy Howard (FastAI) im Sommer 2024 und hat sich seitdem als de-facto-Standard etabliert. OpenAI, Anthropic und Perplexity schauen mittlerweile dort hinein.
Warum es funktioniert
Große Websites sind für KI-Crawler unübersichtlich. Hunderte Unterseiten, Tracking-Parameter, Cookie-Banner, JavaScript-Rendering. Selbst wenn ein Crawler durchkommt, weiß er nicht, was wichtig ist.
llms.txt ist ein „Eintritts-Pfeil". Ein Inhaltsverzeichnis, das sagt: Fang hier an. Diese fünf Seiten beschreiben mich. Das spart Modell-Ressourcen und führt zu besseren Antworten über deine Marke.
Wie eine gute llms.txt aussieht
Die Struktur ist simpel:
# Deine Marke
> Ein Satz, was du machst und für wen.
## Wichtige Seiten
- [Startseite](https://deine-domain.de/)
- [Über uns](https://deine-domain.de/ueber-uns)
- [Leistungen](https://deine-domain.de/leistungen)
- [Kontakt](https://deine-domain.de/kontakt)
## Themen
- Welche Probleme du löst
- Für wen du arbeitest
- Was dich auszeichnetMehr braucht es zum Start nicht. Wenn du willst, kannst du zusätzlich noch eine llms-full.txt anlegen, die ausführlichere Markdown-Versionen deiner Hauptseiten enthält. Manche Modelle bevorzugen das.
Was die meisten falsch machen
llms.txt vergessen, in der robots.txt freizugeben. Wenn dein Server /llms.txt blockt, kommt kein Modell hin.
llms.txt erstellen, aber nicht aktuell halten. Wenn deine wichtigsten Inhalte sich verschieben, muss die Datei nachziehen.
llms.txt mit zu viel Inhalt überladen. Die Datei soll ein Wegweiser sein, kein Konzept-Dokument. Halte sie kurz.